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Innenausbau eines Wohnhauses in Münster – Respektvoller Umgang

Quelle: BM Online 07/2020 Heinz Fink

Am Rande der historischen Altstadt von Münster gelegen, nimmt das vom Münsteraner Büro hehnpohl architektur bda entworfene und bereits mehrfach preisgekrönte Wohnhaus in Kubatur und Materialität den umgebenden Bestand auf und spricht dennoch eine ganz eigene, zeitgemäße Formensprache – und das sowohl im Inneren als auch von außen.

Foto: Roland Borgmann, Münster

Ganz selbstverständlich steht es da auf der Grundlinie zur Straße hin. In der Flucht mit den links und rechts anschließenden Stadthäusern nimmt es auf verschiedenen Ebenen die Formen seiner spitzen, giebelständigen Nachbarn und auch deren, teils mit Backstein belegten Fassaden auf.

Es nutzt das Prinzip mittelalterlicher Fachwerkhäuser, in den oberen Stockwerken über den zugewiesenen Grundriss auszukragen. Doch damit schon genug der Verbeugung vor der Vergangenheit. Das vom Münsteraner Architekturbüro um Christian Pohl und Marc Hehn entworfene Wohnhaus in der Altstadt von Münster spricht eine ganz eigenständige, zeitgemäße Formensprache – und das nicht nur von außen: Rauer Sichtbeton und warmes Holz prägen das Haus im Inneren. Den reduziert gestalteten Innenausbau übernahm die Tischlerei Strotmeier aus Sassenberg-Füchtorf.

Foto: hehnpohl architektur, Münster

Historische Form– moderne Gestalt
Die äußere Staffelung der plastisch gestalteten Fassade setzt sich auch in der inneren Organsisation des Gebäudes fort. Hinter der, gleich dem Garagentor mit vertikalen Kupferpaneelen belegten Haustür mit schmalem, diagonalem Lichtschlitz öffnet sich der Eingangsbereich des Hauses. Dieser dient als Verteiler zur danebenliegenden Garage, zum Gästebereich und zu den Wohnräumen in den Obergeschossen. Er kann bei Bedarf durch eine in einer hölzernen Tasche verstauten, dreiflügeligen Ganzglas-Schiebetürkonstruktion abgetrennt werden. Ein daran anschließender Einbau in Eiche bildet eine Nische für die Garderobe und das WC für das dahinterliegende Gästezimmer. Hier bietet ein raumhoher, gut 5,5 m breiter Schrankeinbau reichlich Stauraum und sogar Platz für ein Wandklappbett und eine kleine Küche.

Neben den Möbel-und Innenausbauten führten Ralf Strotmeier und sein 20-köpfiges Team auch alle Zimmertüren aus. Die Besonderheit hier:

Alle Türelemente sind an, mit den Betonwänden flächenbündig liegenden, kräftigen Blockrahmen angeschlagen – die dafür notwendigen, 10 x 10 cm großen Fälze wurden bereits vor dem Guss in der Betonschalung berücksichtigt. Die doppelt gefälzten, an verdeckten Tectusbändern angeschlagenen, glatten Türblätter in Eiche sind allesamt mit Bodentürdichtungen (Schallex) bestückt.

Foto: hehnpohl architektur, Münster

 

Als Griffgarnituren kamen an den Türen und Fenstern Beschläge in matt changierender Bronze (FSB 1242 ) zum Einsatz. Der gesamte Innenausbau wurde durchgängig mit dem 3D-Zeichenprogramm Topsolid-Wood von Moldtech, die Treppen mit der Treppenbausoftware des Dortmunder Softwareunternehmens Compass Software, gezeichnet und anschließend mittels CAD/CAM auf das 5-Achs-Bearbeitungszentrum von Homag in die Werkstatt zur Fertigung übergeben.

Tischlerei Strotmeier GmbH aus 48336 Sassenberg-Füchtorf

 www.strotmeier.de

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